Mittwoch, 17. Dezember 2014

G wie Galletas

Gestern haben Steffi und ich uns gedacht, es ist Zeit, hier endlich mal für Weihnachtsstimmung zu sorgen, deswegen sind wir nach der Arbeit in den Megamaxi gefahren ( es gibt hier eine Supermarktkette, die Filialen unterschiedlicher Größe hat - Super-, Mega- und Hypermaxi), um Zutaten für galletas also Plätzchen, zu kaufen. Unsere Wahl fiel auf Lebkuchen, die wohl typischsten deutschen Plätzchen, und ausgefuchst wie ich bin, hatte ich natürlich schon vorgesorgt und Oblaten sowie Lebkuchengewürz von zu Hause mitgebracht. Es fehlten uns also nur noch gemahlene Mandeln und brauner Zucker sowie Eier, den Rest hatte unsere Familie daheim. Das Problem war nur: hier gibt es anscheinend keine gemahlenen Mandeln, deshalb mussten wir ganze Nüsse ( die auch hier übrigens sackteuer sind) kaufen, und diese dann schön ordentlich per Hand in gemahlene Mandeln verwandeln. Also ran an die Hackmesser, und auf gehts! Klingt einfach und spaßig? Äh, nein, ganz sicherlich nicht. Lebkuchen backen ist anscheinend normalerweise eine Sache von 20 Minuten, aber alleine das Zerhacken der Mandeln hat 2 Stunden gedauert, da wir ein halbes Kilo zerkleinern mussten :D Danach ging alles dann mehr oder weniger fix und wir konnten den fertigen Teig auf Backblechen verteilen. Nächstes Problem: hier gibt es anscheinend kein Backpapier, sondern man legt das Backblech mit Alufolie aus. Das sollte sich später noch als ziemlich ungünstig herausstellen. Jedenfalls haben wir dann die Oblaten schön ordentlich auf dem Blech verteilt, brav mit angemessenen Abstand zum Nebenmann. Daraufhin haben wir den Teig auf die Oblaten geklatscht, schon dabei stellte sich heraus, dass dieser wohl ein bisschen zu flüssig geraten war, denn er zerlief schon dabei ein wenig. Nun gut, das ganze wurde dann in den Ofen gepackt und ca. 20 Minuten später erwartete uns eine Überraschung: die ganzen schönen runden Lebkuchen waren zu einer einzigen riesigen Lebkuchenmasse zerlaufen. Halb so wild, nun hieß es eben, inmitten der Teigmassen die Oblaten aufzustöbern und um sie herum die Lebkuchen auszuschneiden. Das funktionierte dank der Alufolie mehr oder weniger gut, da der Teig, überall wo keine Oblate war, eeetwas an der Folie festklebte, sodass wir das ganze mit Ach und Krach abschaben mussten und versuchten, daraus mehr oder weniger ansehliche Lebkuchen zu formen. Das gelang und nicht ganz so gut. Irgendwann waren dann aber endlich alle Lebkuchen vom fiesen Backblech und der anhänglichen Alufolie befreit und so hässlich sie letztendlich aussahen, sie schmeckten echt richtig richtig lecker, wie echte Lebkuchen eben. Sogar unserer Familie haben sie total gut geschmeckt, sodass heute schon fast alle verputzt sind. Eigentlich wollten wir die Lebkuchen noch mit Schokolade überziehen, aber erstens hätte das ihr hässliches Aussehen wohl eh nicht mehr gerettet und zweitens hatten war nach insgesamt 3 Stunden Arbeit keine Lust mehr, noch länger in der Küche zu stehen. Außerdem kommt es ja nicht aufs Aussehen an , sondern die inneren Werte zählen! ;D in diesem Sinne schon mal: feliz prä- navidad und esst ein paar Plätzchen für mich mit!


4 Kommentare:

  1. Quadratische lebkuchen sind eine marktlücke!meldet sie zum patent an!viel glück dabei!

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    1. das war nur , um die Oblaten ausfindig zu machen, die wurden dann später noch rund :D

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  2. Fürs nächstemal ein Tip vom Profi : Das Blech einfach umstülpen (Oberseite nach unten auf ein sauberes Etwas legen) . Dann das Blech vorsichtig anheben . Danach die ALu-Folie vorsichtig entfernen ....und siehe da . Die Oblaten sind sichtbar ....

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  3. Wow, da kennt sich aber eine/einer aus

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